Maria Wagner
Heilpraktikerin für Psychotherapie
körperorienterte Traumabegleitung
Die Rolle von Trauma...

Viele Menschen verbinden Trauma ausschließlich mit einzelnen, erschütternden Ereignissen. Tatsächlich können Menschen, die an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, unter intensiven Flashbacks, Alpträumen oder schwer steuerbaren Reaktionen leiden, die sie zeitweise überwältigen können. Es stimmt, dass ein einmaliges, extrem belastendes Erlebnis eine Traumatisierung auslösen kann — und dass eine PTBS mit erheblichem Leidensdruck verbunden ist.
Trauma entsteht jedoch nicht nur durch Ereignisse katastrophalen Ausmaßes. Auch wiederholte Überforderung, anhaltender Stress oder emotionale Verletzungen können Spuren hinterlassen — selbst dann, wenn uns diese Zusammenhänge nicht immer bewusst sind.
Wie Trauma entsteht, wann wir von traumatischen Belastungen sprechen und welche Auswirkungen im Nervensystem gebundene „Freeze“-Reaktionen auf unsere Lebensqualität haben können, erfährst Du auf dieser Seite.
Zudem erhältst Du einen Einblick in meine körperorientierte und nervensystembezogene Arbeitsweise sowie in die Gentle Trauma Release Methode©, mit der ich Dich in der Verarbeitung traumatischer Belastungen begleite.
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Weniger bekannt ist nämlich, dass Trauma auch auf andere Weisen entstehen kann. Beispielsweise kann eine schwere Trennung, eine schwierige Kindheit, ein Jobverlust oder der Verlust einer nahestehenden Person zu einer Traumatisierung führen.
Anhaltender Stress, Druck oder Einsamkeit können die Symptome ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt hervorrufen, selbst wenn das traumatische Ereignis lange zurückliegt.

Trauma ist eine tiefe, individuelle und ganz persönliche Erfahrung, die sich auf vielfältige Art und Weise äußern kann.
Wie Trauma entsteht
Grundlegend entsteht Trauma, wenn wir uns in einer Situation befinden, die eine reale oder wahrgenommene Bedrohung für unser Gefühl von Sicherheit auf körperlicher oder emotionaler Ebene darstellt und wir das Gefühl haben, dieser Bedrohung nicht entkommen zu können. Diese Kombination aus Bedrohung und Unfähigkeit zur Flucht versetzt unser gesamtes System in einen Schockzustand. Dies kann eine Gefahr für unser körperliches, emotionales, seelisches oder mentales Wohlbefinden sein.
Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass sie unter einem Trauma leiden, was es umso schwieriger macht, die eigenen
Emotionen und Verhaltensweisen zu verstehen.
Der Vagusnerv
Traumatische Erlebnisse können tief in unserem Nervensystem verankert werden, insbesondere im Vagusnerv, der eine zentrale Rolle für unseren gesamten Körper und unser körperliches -und emotionales Wohlbefinden spielt.
Der Vagusnerv, der längste Nerv des autonomen Nervensystems, erstreckt sich vom Gehirn bis in den Bauchraum und steuert viele lebenswichtige Funktionen wie Herzfrequenz, Verdauung und Atmung.
Bei traumatischen Ereignissen aktiviert der Körper eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion, die durch das sympathische Nervensystem gesteuert wird. Wenn der Stress überwältigend ist und der Körper keine Möglichkeit zur Flucht hat, kann es zu einer Erstarrung , auch "Freeze" genannt kommen – einem Zustand, in dem der Vagusnerv überaktiv wird und den Körper in eine Art Schutzmodus versetzt.
Dieser Schockzustand kann dazu führen, dass das Trauma im Körper "eingefroren" wird, was zu anhaltenden körperlichen und emotionalen Symptomen führt.

Der Vagusnerv speichert diese traumatischen Erlebnisse nicht im herkömmlichen Sinne von Erinnerungen, sondern eher als Muster der dysregulierten Körperfunktion. Symptome wie chronische Schmerzen, Verdauungsprobleme, Atembeschwerden oder auch emotionale Zustände wie Angst und Depression können das Ergebnis dieser unbewussten Speicherung von Trauma im Vagusnerv sein.

Ein Trauma ist also nicht nur ein emotionales oder psychologisches Ereignis; es ist vor allem eine körperliche Reaktion.
Ein Erlebnis wird als Trauma in uns gespeichert, wenn wir nicht in der Lage sind, unserer instinktiven körperlichen Antwort, dem Kampf- oder Fluchtreflex, nachzugehen.
Wenn wir weder kämpfen noch fliehen können, geht unser System in den Erstarrungsmodus. Diese unvollständig ausgeführte Trauma-Antwort wird körperlich gespeichert und führt zu physischen, mentalen oder emotionalen Symptomen.
Deshalb reicht traditionelle Gesprächstherapie oder kognitive Verhaltenstherapie oft nicht aus. Um eine Traumatisierung vollständig zu lösen, müssen wir unseren Körper, insbesondere unser Nervensystem, in den Verarbeitungsprozess einbeziehen.
Häufige Symptome von Trauma
Trauma hat viele Gesichter und kann sich auf verschiedenste Arten auf unser Leben und unser Wohlbefinden auswirken. Hier sind einige typische Symptome, die ihre Wurzeln in gespeicherten Traumata haben können:
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Geringes Selbstwertgefühl
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Schlafprobleme (Einschlaf, Durchschlafprobleme)
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Albträume
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Angstzustände
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Panik-Attacken
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Innere Unruhe / Schwierigkeiten sich zu entspannen
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Apathie und Antriebslosigkeit
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Essstörungen
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Flashbacks
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Autoimmunkrankheiten
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Chronische Schmerzen
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chronische Angespanntheit
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Die Notwendigkeit, ständig beschäftigt zu sein
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Das Gefühl, mit den eigenen Zielen nicht voran zu kommen
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​Kein Bewusstsein für die eigene Identität, Bedürfnisse, Prioritäten
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Probleme mit dem Verdauungstrakt
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Eine laute, innere kritische Stimme
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Vertrauensprobleme (Vertrauen in andere, sich selbst, dem Leben)
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Bindungsprobleme / Beziehungsprobleme / Schwierigkeiten, Intimität zu erleben
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Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen
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Sozialer Rückzug
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Prokrastination
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ein pessimistisches Weltbild / eine pessimistische Sicht auf die Zukunft
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Häufige Kopfschmerzen / Migräne
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... und viele mehr
Unverarbeitetes Trauma kann das Gefühl hervorrufen, dass etwas in unserem Leben nicht stimmt, und die Angst nähren, dass sich das auch niemals ändern wird. Trauma zeigt sich nicht immer sofort; manchmal bleiben Symptome lange verborgen, bis sie plötzlich, oft scheinbar aus dem nichts auftauchen.
Zusammenfassend...
Trauma kann jeden betreffen und unser Leben erheblich und langfristig beeinträchtigen.
Das kann durch einschneidende, prägende Erlebnisse geschehen oder durch länger andauernde belastende Situationen.
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Ein Unfall kann ebenso zu einer Traumatisierung führen wie beispielsweise das Ende einer Beziehung, der Verlust eines Arbeitsplatzes oder auch emotionale Belastungen in der Kindheit.
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Ein nicht verarbeitetes Trauma kann sich in einer Vielzahl von Symptomen äußern, die von Schlafstörungen und Angstzuständen bis hin zu chronischen Schmerzen oder Beziehungsproblemen reichen können.
Häufig erkennen Betroffene nicht, dass diese Symptome mit früheren belastenden Erfahrungen in Zusammenhang stehen, und versuchen, sie zu rationalisieren oder zu ignorieren.
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Wenn wir uns bedroht fühlen und das Gefühl haben, einer Situation nicht entfliehen zu können, reagiert unser Nervensystem mit automatischen Überlebensmechanismen. Diese Reaktionen können sich im Körper verankern und insbesondere über das autonome Nervensystem – einschließlich des Vagusnervs – fortwirken.
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Trauma zeigt sich daher nicht nur auf emotionaler oder gedanklicher Ebene, sondern ist auch als körperliche Stressreaktion verstehbar.
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Daraus ergibt sich, dass es hilfreich sein kann, den Körper in den Verarbeitungsprozess mit einzubeziehen, um traumatische Belastungen ganzheitlich zu begleiten.
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Auf dieser Grundlage kann es möglich werden, dass sich belastende Symptome schrittweise regulieren und langfristig verändern.

Trauma ist eine normale Reaktion auf Erlebnisse, die unser Wohlbefinden bedrohen.
Mit einfühlsamer Unterstützung und passenden Methoden kann es möglich werden, belastende Erfahrungen behutsam zu verarbeiten und wieder mehr Sicherheit und inneren Frieden zu erleben.​​

Die Gentle Trauma Release Methode©
Sanft und körperorientiert...
Die Gentle Trauma Release Methode© ist eine körperorientierte, ganzheitliche und zugleich sanfte Methode zur traumasensiblen Begleitung und Verarbeitung belastender Erfahrungen.
Sie beruht konzeptionell auf der Polyvagaltheorie nach Stephen Porges, die beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem auf Sicherheit, Gefahr und Überforderung reagiert. Auf dieser Grundlage versteht die Methode Trauma nicht primär als rein psychologisches Geschehen, sondern als eine im Nervensystem gespeicherte körperliche Stressreaktion.
Belastende oder überwältigende Erfahrungen können dazu führen, dass der Organismus in anhaltenden Überlebensmustern gebunden bleibt – beispielsweise in Form von Übererregung, innerer Anspannung, Erschöpfung oder Rückzug.
Neben gesprächstherapeutischen Elementen arbeitet die Methode daher gezielt mit achtsam angeleiteten Körperbewegungen und nervensystemorientierten Regulationsimpulsen. Der Körper wird als zentrales Element in den Verarbeitungs- und Integrationsprozess einbezogen.
Ziel der Arbeit ist es, den Organismus dabei zu unterstützen, gebundene Stressreaktionen schrittweise zu regulieren und wieder mehr Sicherheit, Stabilität und innere Balance zu erleben.


Um traumatische Erfahrungen im Körper verarbeiten zu können, spielt ein Gefühl von Sicherheit eine zentrale Rolle. Erst wenn Sicherheit im Nervensystem wieder erfahrbar wird, können gebundene Stressreaktionen behutsam in Bewegung kommen.
Durch gezielte körperorientierte Interventionen, die das Nervensystem – insbesondere den Vagusnerv – ansprechen, wird der Organismus dabei unterstützt wahrzunehmen, dass die belastende Situation heute nicht mehr besteht.
Auf dieser Grundlage kann es möglich werden, automatische Überlebensreaktionen schrittweise zu regulieren und wieder mehr Zugang zu innerer Ruhe, Stabilität und Sicherheit zu entwickeln.
„Sicherheit ist die eigentliche Behandlung.“
Stephen W. Porges

Ein zentrales Merkmal der Gentle Trauma Release Methode© ist ihre besondere Sanftheit. Die Arbeit erfolgt in einem Tempo, das sich an Deinen individuellen Möglichkeiten orientiert. Dabei ist keine Retraumatisierung notwendig.
Stattdessen verbindet die Methode gesprächstherapeutische Impulse mit achtsam angeleiteten körperorientierten Interventionen, die es ermöglichen, sich behutsam belastenden Themen zu nähern, ohne dabei in Überforderung zu geraten.
Viele Menschen erleben diesen Ansatz als entlastend, weil er Raum schafft, innere Prozesse auf natürliche Weise in Bewegung kommen zu lassen. Schritt für Schritt kann so wieder mehr Zugang zu innerer Ruhe, Stabilität und eigener Stärke entstehen.
Die Methode bietet hierfür einen geschützten und ressourcenorientierten Rahmen, in dem Veränderung in Deinem eigenen Tempo geschehen darf.
In Deinem kostenlosen Erstgespräch hast Du Raum, meine Arbeitsweise kennenzulernen und ein erstes Gefühl für diesen sanften, traumasensiblen Ansatz zu bekommen.